Fränkisches Schichtstufenland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

           

 

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Die großen Erfolge der Geologie

zitierbar als: Hofbauer, G: Die großen Erfolge der Geologie. - www.georegion-franken.de/glossar/ (vers. 1/2011)

 

 

Ohne Gesteine

wüssten wir nichts

von der Geschichte der Erde und des Lebens

 

 

 

 

Fussabdruck eines Reptils aus der Trias (natürlicher Ausguss)

(Altselingsbach, bei Neuhof/Zenn)

Museum der NHG Nürnberg

 

 

Mit einfachen Mitteln gelang es der Geologie, den Horizont der Menschheit um die gewaltige Dimension der Erdgeschichte zu erweitern. (>> siehe auch: Schichtenprinzip).

 

Die geologischen Zeugnisse berichten von Ereignissen und Zuständen, wie sie Menschen in der kurzen Zeit, die sie auf der Erde existieren, nicht kennen:

Vulkanausbrüche und Meteoriteneinschläge in Größenordungen, die den Lauf der Erdgeschichte verändern können. -- Der dagegen nur sehr kleine Ausbruch des Mt. St. Helens (1980) konnte vorhergesagt werden, weil man in den Gesteinschichten seiner Umgebung das von langen Pausen geprägte Ausbruchsmuster erkannte und daraus schloß, dass der Vulkan keineswegs erloschen war.

Klimaänderungen sind erdgeschichtlicher Alltag. Das Klima ist Teil der erdgeschichtlichen Dynamik und lässt sich wie diese nicht in einem bestimmten Zustand konservieren. Gerade in den letzten hunderttausenden Jahren gab es extreme Klimawechsel, die - gemessen an geologischen Zeiträumen - sehr rasch verliefen.

Es gab Phasen, in denen die Erde in weiten Teilen von Eis bedeckt war, während in anderen bis zu den Polen subtropische Verhältnisse herrschten.

Die Menschheit hat sich unter günstigen Klimabedingungen in den letzten 10 000 Jahren fast bis in jeden Winkel der Erde ausgebreitet. Aber nicht alle diese Bereiche werden in Zukunft stets bewohnbar bleiben!

 

 

Die Erde verhält sich nicht wie ein schrumpfender Apfel (die Vorstelllung einer infolge Abkühlung schrumpfenden Erde war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weit verbreitet...), sondern ist auch in der Gegenwart höchst dynamisch:

Jedes Jahr entstehen an den mittelozeanischen Rücken viele Kubikkilometer neue Ozeanische Kruste:

an den Seiten des Atlantiks rücken die Kontinente deshalb mehrere cm/Jahr auseinander.

  

Abb: Schlackenkegel und Lavadecken in der aktiven Spreizungszone Islands (Krafla-Spaltensystem).

 

 

Die Vorstellung einer Evolution des Lebens war nur möglich, als man in älteren Gesteinen heute ausgestorbene Tiere und Pflanzen entdeckte. Als man im 19. Jahrhundert die lange Dauer der Erdgeschichte zu ahnen begann, konnte man sich auch eine natürliche Entwicklung - also die Evolution - des Lebens vorstellen.

Das Leben setzt zwar schon in der frühen Erdgeschichte ein und wurde lange allein von Bakterien bestimmt, doch nach mehr als 3000 Millionen Jahren begannen auch komplexere Formen zu entstehen.

Es gab viele Krisen, Rückschläge, doch niemals wurde das Leben ganz ausgelöscht. Während sich Populationen an dauerhaft herrschende oder sich nur sehr langsam veränderne Umweltverhältnisse durch Selektion offenbar anpassen konnten, versagt dieses Prinzip dann, wenn erdgeschichtliche Veränderungen zu rasch, zu intensiv oder gar katastrophenartig erfolgen. Es ist daher unvorhersehbar und reiner Zufall, welcher Organismengruppen durch die Wechselfälle der Erdgeschichte wie lange durchhalten.

 

 

Die ältesten Gesteine des Fränkischen Schichtrstufenland stammen aus der Trias. So richtig "alte" Gesteine sind in Franken nicht zu finden - wir bewegen uns in zwar überwiegend im Erdmittelalter (dem Mesozoikum), doch bezogen auf das Gesamtalter der Erde ist das schon relativ gegenwartsnah.

 

Die Geologie  - mit ihren zahlreichen geowissenschaftlichen Nachbardisziplinen (Ozeanografie, Klimatologie Geophysik, Paläontologie, Mineralogie u.a.) - hat ihre Hand am Puls der Erde. Auch das Fränkische Schcihtstufenland ist keine erstarrte Landschaft, sondern ständig im Wandel. Machen Sie Geologie - und Sie sind dabei!

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